Ode an die Kraft

 

Palmen, Palmen am Wegesrand.

Palmen zur linker und zur rechter Hand.

 

Das Strömen der Kraft,

das Zeigen die Zweige,

Du bist aus derselben Kraft,

sie geht nie zur Neige.

 

Das Strömen der Kraft

das Strecken und Ziehen.

Du bist aus derselben Kraft,

Du kannst ihr nicht entfliehen.

 

Palmen gibt es vieler Art,

wie Menschen oder Sand,

die Luft die um uns weht,

die vielen Körper zart,

die Kraft ist aus derselben Art.

 

Gedanken, Bilder, Sinnesglut,

die Kraft ist es, die in ihnen ruht.

Erinnere Dich an Deine erste Stunde,

die Kraft hob Dich in unsere Runde.

 

Die Form des Menschen ist statisch und leer

und doch ist sie voll und verlangt nach mehr.

Die Weisheit, die Liebe, des Verlangensgrund

bete es an, Du wirst es erkennen,

es ist ein leerer Schlund.

 

Die Form des Menschen, wie sie uns prägt,

kein Gebet hilft, wenn sie uns innerlich zersägt.

Kein Glaube gibt Dir Halt

erst bist Du Jung, dann bist Du Alt.

 

Spüre die Kraft die in uns fließt

die Klarheit und die Nüchternheit,

wie die Kraft uns mit Energie begießt.

Du bist es, der die Kraft erfreut.

 

© Mag.phil. Johann Satori